5 Horrorfilme aus Schweden, die man gesehen haben muss

Bereits 1910 begann man in Schweden mit der regelmässigen Produktion von Spielfilmen. Damals natürlich noch ohne Ton. Auch einige Horrorfilme wurden in Schweden produziert und erfreuen sich eines meist recht begeisterten Publikums. Welche fünf schwedischen Horrorfilme man unbedingt gesehen haben muss? Das seht ihr in unserer Liste:

Der Fuhrmann des Todes (1921)

In der Silvesternacht erbittet die todkranke Heilsarmee-Schwester Edit (Astrid Holm) von ihren Gefährten Maria und Gustafsson einen letzten Wunsch: Sie mögen bitte David Holm (Victor Sjöström) an ihr Sterbebett bringen. Dieser ist gezeichnet von Schicksalschlägen und hat sich völlig dem Alkohol hingegeben. Daher ist er nicht gewillt, der Bitte von Edit zu folgen und im anschließenden Streit mit Gustafsson findet er selbst den Tod. Doch da er der letzte Tote in dem Jahr ist, bekommt er vom Tod selbst eine Aufgabe übertragen. Für ein Jahr muss er die Seelen der Verstorbenen einsammeln.

Eine Schauerballade, die natürlich weniger schockiert als berührt und 2012 in einer Umfrage von 50 Filmkritikern zum besten schwedischen Film gekürt wurde. Auch hatte dieser Film einen maßgeblichen Einfluss auf spätere Künstler und Künstlerinnen. Eine Szene mit Axt und Tür sollte dem einen oder anderen nur allzu bekannt vorkommen.

Evil Ed (1995)

Edward Tor Swenson (Johan Rudebeck) arbeitet als Cutter an der Horror-Serie „Loose Limbs“. Durch den Anblick der vielen Splatterszenen wird er langsam wahnsinnig und beginnt Dämonen und Monster zu sehen. Unfreiwillig startet er daraufhin seinen eigenen blutigen Amoklauf als „Evil Ed“.

Die schwedische Horrorkomödie ist eine Satire auf die harte Zensur von 1911 bis 1996, die einige Filme in Schweden traf. Der Splatter-Trash Film bringt in erster Linie Spaß und leidet daher auch nicht an dem eher geringen Budget. Wundervoller Partyfilm, den man durchaus mit Freunden genießen kann.

Sleepwalker (2000)

Ulrik (Ralph Carlsson) ist ein erfolgreicher Architekt, der mit seiner Frau und seinen Kindern in einem schwedischen Vorort lebt. Alles ist ruhig und friedlich. Das denkt er jedenfalls – bis er eines Tages aufwacht und feststellt, dass seine Familie verschwunden ist. Anfangs sieht es wie ein missglückter Einbruchsversuch aus, doch schon bald stellt er fest, dass er selbst der Hauptverdächtige geworden ist.

Der schwedisch-norwegische Thriller wirkt manchmal älter als er ist, punktet aber mit einem durchaus spannenden Plot. Der Regisseur Johannes Runeborg erhielt für den Film übrigens den New Blood Award 2001. 

Lights Out (2013)

In einer dunklen und regnerischen Nacht kommt eine Frau ( Lotta Losten ) aus einem Zimmer und schaltet das Flurlicht aus, wodurch am anderen Ende des Flurs eine langhaarige, menschenähnliche Silhouette sichtbar wird. Überrascht schaltet die Frau das Licht wieder ein und die Silhouette verschwindet. Sie schaltet das Licht aus und wieder ein und beobachtet, wie die Silhouette auftaucht und verschwindet, und dabei immer näher kommt.

Der schwedische Kurzfilm von David F. Sandberg wurde am 30. Dezember 2013 sowohl auf Vimeo als auch auf YouTube veröffentlicht und war die Grundlage für den 2016 erschienenen gleichnamigen Kinofilm. In nur drei Minuten schafft der Kurzfilm im Gegensatz zum Kinofilm jedoch ein deutliches Unbehagen beim Zuschauer zu wecken. Manchmal reicht etwas simples für die perfekte Unterhaltung.

Midsommer (2019)

Dani (Florence Pugh) reist zur Zeit der langen Sommernächte mit ihrem Freund Christian (Jack Reynor) und drei von dessen Freunden nach Schweden. Langsam schließt die junge Frau Bekanntschaften in dem idyllischen Inseldorf, wo das Paar untergekommen ist. Doch je länger die zwei in der Ortschaft verweilen, desto verdächtiger scheinen sich die Bewohner und Bewohnerinnen zu verhalten. Diese bereiten sich nämlich auf ein besonderes Fest vor: Doch die Feierlichkeiten nehmen immer bizarrere und blutigere Dimensionen an.

Midsommer ist ein wirklich bizarrer Film, der mit fröhlichen Farben und ländlicher Idylle fast wie ein Heimatfilm wirkt. Dabei sollte man hier keinen Horrorschocker erwarten, denn Midsommer lässt sich unglaublich viel Zeit mit seiner Geschichte. Gemählich und mit ein bisschen zu viel Drama zwischen den Protagonisten bewirft Midsommer den Zuschauer zwischendurch immer wieder mit schaurigen Bildern, die nicht immer unbedingt gewaltvoll sind. Eine einzigartige Atmosphäre, die den einen oder anderen vielleicht auch eher belustigt, zeichnet den Film aus. Midsommer spaltet definitiv die Meinung über Meisterwerk, okay und mies. Aber um das Beurteilen zu können, muss man ihn gesehen haben.

Jetzt seid ihr an der Reihe. Nennt uns euren liebsten schwedischen Horrorfilm.

Titelbild von Jonathan Petersson von Pexels

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