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5 Horrorfilme im Wald, die man gesehen haben muss

Ein Rascheln in der Dunkelheit, leises Heulen eines unbekannten Tieres und der eigene, stetig lauter werdende Herzschlag: Wälder in der Nacht beunruhigen die Menschen auch noch in der Moderne. Daher werden diese immer wieder gerne als Schauplatz für Horrorfilme genutzt. Wir haben uns daher für euch ein wenig durch die Auswahlmöglichkeiten gegraben und fünf Horrorfilme herausgesucht, die den Wald als einen gelungenen Schauplatz nutzen.

Eden Lake (2008)

Jenny (Kelly Reilly) und Steve (Michael Fassbender) wollen ein romantisches Wochenende am idyllischen Eden Lake verbringen. Die Stimmung kippt jedoch abrupt, als ein paar Jugendliche durch Provokationen das Paar stören. Die Situation eskaliert und als der Kampfhund eines Jugendlichen stirbt, beginnt eine unerbittliche Jagd auf das Paar. 

Eden Lake ist düster und drastisch. Auf übertriebene Darstellungen wird jedoch ganz bewusst verzichtet. Getragen wird der Film, insbesondere durch Kelly Reillys und Jack O’Connell (einer der Jugendlichen) gelungener Darstellung. Der Film ist übrigens trotz einer Freigabe von 18 Jahren geschnitten. Wer den ganzen Film genießen möchte, muss daher auf die Uncut-Version zurückgreifen. 

Camp Evil (2014)

Der 12-jährige Sam (Maurice Luijten) schließt sich einer Pfadfinder-Gruppe an und fährt mit ihnen und den Anführern Peter (Stef Aerts) und Chris (Titus De Voogdt) sowie Quartiermeisterin Jasmijn (Evelien Bosmans) ins Camp. Doch der Ausflug hat wenig mit der Lagerfeuerromantik eines Pfadfinder-Ausflug zu tun. Sam ist bei den anderen Kindern und auch bei einem der Betreuer nicht sonderlich beliebt und wir schikaniert. Daher glaubt ihm auch keiner, als er ungewöhnliche Ereignisse in dem Wald wahrnimmt. 

Camp Evil ist schon dadurch besonders, dass er der erste Horrorfilm ist, der in Flandern produziert wurde. Zwar kann die Story nicht unbedingt mit besonderen Tiefen glänzen, bietet dafür aber überraschenderweise Interpretationsspielraum. Übrigens handelt es sich bei dem Film um ein Crowdfunding-Projekt, welches ein interessantes Finanzierungsmodell hatte: Anstatt einfach nur für den Film Geld zu investieren, konnten die Nutzer ihr Geld speziell der Konstruktion einzelner Fallen zuweisen. Beworben wurde das Ganze mit: „Kaufe eine Falle, töte einen Scout!“

Shrooms – Im Rausch des Todes (2007)

Alle werden sterben. Tara (Lindsey Haun) hat es gesehen – in einer Vision, die sie nach Einnahme eines berauschenden Pilzes hatte. Oder war es nur eine Halluzination? Wirklichkeit und Wahn verschwimmen, während sie und ihre College-Freunde, berauscht von „Magic Mushrooms“, durch den Wald von Irland irren. Während die anderen noch zweifeln, ist Tara  sich sicher: Etwas wirklich Böses und Übernatürliches verfolgt sie, lauert im Unterholz und beobachtet sie. Vision und Wirklichkeit, Alptraum und Realität vermischen sich in Taras Kopf. Doch die Leichen sind echt, oder nicht?

Die ersten Minuten von Shrooms fallen durch eine schlechte Synchronisation auf, die sich jedoch glücklicherweise im Verlauf des Films bessert. Optisch macht Shrooms von Anfang an einen guten Eindruck. Die Farben sind stark herausgenommen, was das Ambiente in freier Natur einen trostlosen Touch gibt und durchgehend einen kalten und nüchternen Eindruck vermittelt. Auf bunte Farben, die sonst gerne bei Drogeneinnahmen im Film genutzt werden, wird hier gänzlich verzichtet. Ein B-Movie, der den Wald definitiv als gelungenes Setting nutzt. 

Severance – Ein blutiger Betriebsausflug (2006)

Die sieben Angestellten Steve (Danny Dyer), Maggie (Laura Harris), Harris (Toby Stephens), Richard (Tim McInnerny), Gordon (Andy Nyman), Jill (Claudie Blakley) und Billy (Babou Ceesay) der Waffenfirma Palisade Defence fahren zu einem „Teambuilding-Wochenende“ nach Ungarn. Der Weg zu ihrem Reiseziel, ein abgelegenes Jagdhaus, wird ihnen jedoch durch einen umgestürzten Baum versperrt und der Busfahrer weigert sich zu allem Überfluss, die Alternativroute zu fahren. Daraufhin wird entschieden, zur Jagdhütte zu laufen, während der Busfahrer zurückfährt. Die Gruppe macht sich mit ihrem Gepäck auf den Weg zur Hütte, die sich zum Leidwesen aller als Bruchbude herausstellt. Als Jill in der Nacht einen maskierten Mann vor ihrem Fenster sieht, will die Gruppe den Ausflug abbrechen und lieber wieder in die Stadt. Doch jemand will sie nicht gehen lassen.

Die britische Horrorkomödie fängt sehr langsam an und wartet, bis das erste Blut fließt. Der Film gibt einem daher Zeit, um die Charaktere kennenzulernen (über Sympathie muss man hier selbst entscheiden). Danach entfaltet der Film jedoch seine gelungene Mischung aus Slasher und Komödie. Wer eine Vorliebe für schwarzen Humor hat, kann hier sicherlich das ein oder andere Mal schmunzeln. 

The Ritual (2018)

Nach dem tragischen Tod ihres gemeinsamen Kameraden Robert während eines Raubüberfalls begeben sich die verbliebenen College-Freunde Luke (Rafe Spall), Hutch (Rob James-Collier), Dom (Sam Troughton) und Phil (Arsher Ali) sechs Monate später auf eine Wandertour in den nordschwedischen Nationalpark Sarek, die eigentlich Roberts Idee war. Während Luke sich innerlich noch immer Vorwürfe macht, dem Verstorbenen aus Angst nicht zur Seite gestanden zu haben, verletzt sich Dom versehentlich am Knie. Daraufhin beschließen die vier, den Weg zum Basislager durch einen dichten Wald abzukürzen. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass sie jemand oder vielmehr etwas verfolgt.

The Ritual beginnt vergleichsweise ruhig, sodass die vermeintliche Naturkulisse Schwedens mit seiner düsteren Folklore wirken kann (obgleich der Film in den transsilvanischen Alpen Rumäniens gedreht wurde). Erst als sich die ersten Komplikationen während des Wanderausflugs ergeben, beginnt die bedächtige Fassade zu bröckeln und lange zurückgehaltene Schuldzuweisungen kochen hoch, was von den Schauspielern glaubhaft umgesetzt wird. Gewalt, Blut und Gedärme gibt es dann hin und wieder auch zu sehen, wird aber eher als wohldosiertes Stilmittel eingesetzt und rundet den missglückten Wanderausflug ab.

Bonus: The Evil Dead (1981)

Eigentlich nennen wir Filme möglichst nicht zweimal in unseren Listen, um euch ein möglichst breites Spektrum zu präsentieren und uns nicht immer um die gleichen Filme zu drehen. The Evil Dead bzw. Tanz der Teufel haben wir bereits 2019 in der Teenie-Slasher-Liste verewigt, dennoch möchten wir hier ausnahmsweise nochmal auf den Film hinweisen. 

Das waren unsere fünf Horrorfilme im Wald. Wir hoffen, ihr konntet einige neue Filme für euch entdecken. 

Bild von Free-Photos auf Pixabay

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