The Pool (Rezension)

Seit dem 17.01.2020 gibt es den thailändischer Actionthriller The Pool auf DVD und Blu-Ray. In dem Thriller steckt ein Paar in einem sechs Meter tiefen, verlassenen Pool zusammen mit einem tödlichen Raubtier fest. Spannend oder lahm?

Handlung

The Pool ist ein Film aus dem Jahr 2018 von Ping Lumpraploeng mit Theeradej Wongpuapan und Ratnamon Ratchiratham. Der Film beginnt an Tag Sechs des Unglücks. Day sitzt zusammen mit einem Krokodil in einem leeren Pool fest und kämpft schwer verletzt ums Überleben. Dann springt der Film in die Vergangenheit und zeigt uns, wie Day eigentlich in diese absurde Situation geraten ist. 

Day arbeitet bei einem Filmdreh mit. Er ist für die Beleuchtung zuständig und sein Hund Lucky hat einen kurzen Auftritt in einer Szene. Koi, Days Freundin, kommt ihn am Drehort, ein riesiger Pool, besuchen. Sie möchte unbedingt in dem Pool schwimmen, als die Dreharbeiten vorbei sind. Day verweigert ihr dieses und sie geht erst Mal wieder nach Hause, während Day noch mit aufräumt. Zum Schluss sind nur noch er und ein Freund da. Erschöpft von dem vielen Arbeiten döst Day auf einer Luftmatratze im Wasser, während sein Freund Lucky festbindet und Days Insolinspritze vom Fußboden aufhebt. Er weist Day darauf hin, nicht immer alles liegen zu lassen, und sagt ihm, dass er jetzt das Wasser des Pools ablassen werde und sich dann auf dem Weg in den Urlaub macht. Noch immer erschöpft von den letzten Tagen döst Day wieder ein. Sein nächstes Erwachen versetzt ihn in Panik. Die Hälfte des Wassers ist aus dem Pool entwichen. Drei Meter trennen ihn vom Ufer und damit von seinen Medikamenten und seinem Handy. 

Als durch eine unglückliche Entscheidung auch noch Koi, die nach Day sehen wollte, im Pool landet und sich ein entflohenes Krokodil aus dem Zoo dazu gesellt, wird die Situation heikel.

Umsetzung

Die Idee des Films ist sehr vielversprechend. Ein enger Raum mit einer Bedrohung. Selbst ohne Krokodil wäre der leere Pool schon eine Herausforderung für sich. Auch die Panik der Protagonisten wird von den Schauspielern sehr schön eingefangen, doch schließlich hinkt der Film an seinem eigenen Konzept. Viele Situationen kommen erst durch wirklich idiotische Entscheidungen der Charaktere zustande. Natürlich handeln Menschen in Panik anders, teils riskanter, aber insbesondere Koi hat nicht eine sinnvolle Handlung in dem ganzen Film getätigt, sondern die Situation immer nur verschlimmert. Dies ging soweit, dass ich in keinster Weise mehr auf ihrer Seite war, und darauf gewartet habe, dass sie irgendwie einfach stirbt. Bei so wenigen Figuren ist so eine Ausgangssituation natürlich kritisch, da somit das Interesse an der ganzen Handlung schwindet.

Das Krokodil ist hingegen eher mittelmäßig animiert. Es ist kein Komplettausfall, aber es gibt einige Stellen, an denen die Animation wirklich unangenehm auffällt. Positiv ist jedoch, dass sich die Filmemacher dazu entschieden haben, kein übernatürlich großes Krokodil zu nehmen. Somit wirkt die Situation in diesem Bereich zumindest realistisch. Fraglich ist jedoch das Verhalten des Krokodils gegenüber seiner Nahrungsquelle. Es ist zwar nicht das größte Krokodil, aber seine Versuche das Paar zu fressen, wirken eher halbherzig. Zwar hat das Krokodil deutlich mehr Zeit als die beiden Menschen (Krokodile können Monate ohne Essen auskommen), aber spätestens als Day und Koi sich an dem Nest des Krokodils vergreifen, hätte der Spaß eigentlich ein Ende haben müssen. 

Die Spannungskurve des Film hält sich gerade so. Von Anfang an ist dem Zuschauer klar, dass bis Tag sechs einige Dinge geschehen müssen und andere nicht passieren können. Zum Ende schwappt die Spannung jedoch in einem abstrusen Strudel des Sich-in-die-Länge-ziehens. Somit war ich froh, als der Film endlich vorbei war. Wobei ich gleich betonen muss, dass mir das Ende definitiv nicht gefallen hat. 

Fazit

Schauspielerisch ist der Film solide, aber durch die fragwürdigen Handlungen der Charaktere für sein eigenes Konzept dermaßen schädigend, dass The Pool eher zur Belustigung taugt, als einen Nervenkitzel auszulösen. Sehr schade, da die Idee eigentlich echt super klang.

Filmtitel: The Pool
Regisseure: Ping Lumpraploeng 
Erscheinungsjahr: 2018/2020
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spieldauer: 93 Minuten

Das Beitragsbild ist ein Teil des DVD-Covers.
Die Bildrechte besitzt Dark Army Studio.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.