Night Slash — Schrei lauter! (Rezension)

Der Slasher-Film Night Slash (Originaltitel: The Last Laugh) von Jeremy Berg erschien am 22. Oktober 2021 auf DVD und  Blu-ray. Hinter den Kulissen eines Theaters ersticht ein Maskierter die Menschen um einen gescheiterten Comedian herum. Doch reicht ein interessantes Setting, um sich von der breiten Slasher-Masse abzuheben?

Die Handlung von Night Slash

Stand-up Comedian Myles (Steve Vanderzee) war ein vielversprechendes neues Talent, der jeden Abend für volle Häuser gesorgt hatte. Doch nach einem tragischen Unfall, der seiner Frau das Leben kostete, nähert er sich nun immer mehr dem Abgrund. Sein Manager Nelson (Eric Stone) hat ihn jedoch noch nicht aufgegeben und ermöglicht ihm daher im Vorprogramm des Comedian und Schauspielers Reggie Ray (Lowell Deo) aufzutreten. Die Show soll in einem Theater stattfinden, welches aufgrund eigener Geldsorgen jetzt auch Comedianshows zeigen möchte, um wieder mehr Zulauf zu generieren.

In der Nacht vor der großen Show fordert ein Maskierter jedoch bereits sein erstes Opfer. Am nächsten Tag wird das Crewmitglied zwar vermisst, jedoch ist das Theater unterbesetzt und keiner hat Zeit sich darum zu kümmern. Während Myles alles für seinen Auftritt plant und letzte Handgriffe vornimmt, findet er ausgerechnet in seiner Kabine die Leiche des Vermissten. Doch bevor Myles es jemanden mitteilen kann, erfährt er von seinem Manager, dass eine große Talentsucherin im Publikum sein wird. Myles beschließt, die Leiche vorerst zu verheimlichen und auch die weiteren Leichen wird er verschweigen, bis er selbst dem Killer gegenübersteht. Doch kann er den Unbekannten noch stoppen?

Wenn der letzte Lacher verhallt 

Die Handlung von Night Slash ist ähnlich den meisten Slashern recht simpel gehalten. Schauspielerisch bewegt sich Night Slash jedoch deutlich über dem gewohnten B-Movie Niveau, was allerdings den handlungs tragenden Charakteren nur bedingt zum Vorteil gereicht. Tatsächlich wirken die meisten Charaktere mit Ausnahme von Myles (und dem Killer) ziemlich blass und gleichen fast schon Statisten. Der Killer überzeugt hingegen durch seine Bewegung und schafft es daher durchaus, sich gekonnt zu inszenieren. Auch die Kills an sich sind akzeptabel, manche sogar recht gelungen. Insbesondere die erste Tötungsszene wurde überraschend gut umgesetzt,  kann sie doch mit einem gezielten Farb- und Kameraspiel die Erwartung an den Film heben. Allerdings vermag der restliche Film dieses Niveau nicht wirklich aufrecht erhalten.

Technische Probleme, hilflose Dialoge und eine fade Kulisse machen Night Slash nach den ersten fünfzehn Minuten zu einer wirklichen Herausforderung. Obwohl wir uns in einem Theater befinden, sieht Night Slash eher aus, als wurde er in einer Logistikhalle gedreht. Die verzweifelten Versuche, an einigen Stellen mit Humor zu punkten, ziehen dem Streifen dann auch noch den letzten Halt weg. Jedoch sitzt zumindest am Ende die Pointe. 

Fazit

Night Slash hätte ein richtig guter Slasher werden können. Leider stirbt der Film genau wie seine Protagonisten einen langsamen Tod und krankt an zu vielen Stellen, um irgendwie positiv in Erinnerung zu bleiben. Am Ende ist man einfach froh, dass es nun endlich vorbei ist. 

Filmtitel: Night Slash — Schrei lauter!
Regisseure: Jeremy Berg
Erscheinungsjahr: 2020 
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spieldauer: 81 Minuten 

Titelbild von JESHOOTS.com von Pexels

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