Slasher — Rezension und Ausblick

Am 23. Mai 2019 startet die dritte Staffel der kanadischen Serie Slasher auf Netflix. Worum es in den ersten beiden Staffeln geht und ob das Slasher-Genre als Serie funktionieren kann, wollen wir in diesem Artikel beleuchten.

Bereits am 4. März 2016 erschien die erste Staffel von Slasher im amerikanischen TV. Die deutschsprachige Erstausstrahlung sendete der Pay-TV-Sender 13th Street zwischen dem 19. und 22. September 2016. Die zweite Staffel erschien Anfang 2018. Mittlerweile sind beide Staffeln auch auf Netflix zu sehen und wurden damit einem breiteren Publikum zugänglich.

Es handelt sich bei Slasher um eine Anthologie-Serie: In jeder Staffel wird eine eigene Geschichte erzählt, wenngleich zum Teil dieselben Schauspieler zu sehen sind. Eine Herangehensweise, die sich bereits bei American Horror Story bewährt hat und insbesondere für das Horror-Genre Vorteile bietet.

Die erste und zweite Staffel umfasst jeweils acht Episoden. Die dritte Staffel wird ebenfalls eine abgeschlossene Geschichte in acht Folgen erzählen. In der ersten Staffel “The Executioner” kehrt die 29-jährige Sarah Bennett (Katie McGrath) zusammen mit ihrem Mann Dylan Bennett (Brandon Jay McLaren) in ihre Heimatstadt zurück. Sie bezieht ihr ehemaliges Elternhaus, in welchem ihre Eltern an Halloween brutal abgeschlachtet wurden. Bereits kurz nach dem Einzug schlägt der sogenannte Executioner erneut zu. Doch der damalige Mörder Tom Winston (Patrick Garrow) befindet sich seither in Haft. Als Sarah keinen anderen Ausweg mehr sieht, wendet sie sich an den Mörder ihrer Eltern.

In der zweiten Staffel “Guilty Party” kehrt eine Gruppe von ehemaligen Freunden im tiefsten Winter zu ihrem einstigen Ferienlager in die kanadischen Wälder zurück. Sie wollen eine Leiche verschwinden lassen, bevor diese bei den  geplanten Umbaumaßnahmen entdeckt wird. Mit Entsetzen müssen sie jedoch feststellen, dass die Leiche bereits von jemand anderem gefunden wurde und dieser nun bittere Rache an der Gruppe verübt.

Funktioniert das Genre als Serie?

Die Serie Scream behauptete damals großspurig: ja. Das Ergebnis: eine herbe Enttäuschung. Anders sieht es jedoch bei Slasher aus. Diese Serie hat einen guten Weg gefunden, das Genre geschmackvoll zu übertragen. (Obwohl natürlich nichts über einen knackigen Slasher-Film von maximal 100 Minuten geht.)

Slasher arbeitet gerne mit den typischen Klischees, was einigen vielleicht übel aufstoßen mag, bei mir jedoch Sympathie geweckt hat. Die Serie bleibt dem Genre treu und bietet einem das, was man erwartet, langweilt dabei jedoch nie, da immer mal wieder kleine Überraschungen zu Tage treten. Zudem sind die Kills recht abwechslungsreich. Auch darf das Blut ordentlich spritzen. Natürlich muss ich trotz meiner Begeisterung und meiner vielleicht allzu rosaroten Brille gestehen, dass die Serie auch ihre Mängel hat. Zwar wird das Genre hier nicht neu erfunden, aber das erwarte und möchte ich auch gar nicht. Vielmehr sind es einige Logiklöcher und schauspielerische Flops, die mir bitter aufstoßen: So wirkt zum Beispiel Katie McGrath über weite Teile des Handlungsgeschehens leider recht desinteressiert und emotionslos.

Fazit

Slasher bietet genau das, was drauf steht. Das Innovativste daran ist lediglich, dass es eine Serie und kein Film ist. Doch das reicht mir völlig, um zu überzeugen. Ob nun die erste oder die zweite Staffel besser ist, soll jeder für sich selbst entscheiden. Persönlich freue ich mich sehr auf die dritte Staffel und bin für noch mehr Anthologien im Serienformat!

Serientitel: Slasher
Regisseure: Craig David Wallace
Erscheinungsjahr: 2016
FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
Spieldauer: 8 Folgen pro Staffel

© Das Beitragsbild ist ein Ausschnitt des Werbematerial. Alle Rechte liegen bei Chiller.

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