The Dark Pictures: House of Ashes (Rezension)

Am 22. Oktober 2021 kam House of Ashes, der dritte und vorletzte Teil der ersten Season der Dark Pictures Anthologie, für Konsole und PC auf den Markt. Selbstverständlich haben wir uns auch diesen Teil mit Begeisterung genauer unter die Lupe genommen. Was dieser Teil besser macht als seine Vorgänger und an welchen Stellen es noch immer Verbesserungspotenzial gibt, erfahrt ihr in unserer Rezension.

Handlung von House of Ashes

Der Prolog von House of Ashes führt uns in die Antike und lässt uns den Untergang von Naram-Sins Reich miterleben. Während eine Schlacht vor dem Tempel von Naram-Sin tobt, ein Gefangener sich einen Weg in die Freiheit schlägt und ein General am Verstand seines Königs zweifelt, legt sich mit Einbruch der Sonnenfinsternis der Tod über alle Menschen in unmittelbarer Nähe des Tempels.

Im Jahr 2013 ist der Tempel und dieses Ereignis bereits lange vergessen. Rachel Kings Team ist am Irak-Krieg beteiligt. Zu diesem Team gehört ihr neuer Liebhaber Nick, der seit seinem letzten Einsatz von Schuldgefühlen geplagt wird, und sein bester Freund Jason, der neben seiner Intoleranz mit überraschendem Führungsgeschick glänzt. Das Team ist wenig begeistert, als Rachels Ex-Mann Eric das Team übernimmt, um ein verstecktes Waffenlager zu sichern. Dieses konnte Eric durch seine Arbeit unter der Erdoberfläche ermitteln. Kurzerhand macht sich das Team auf den Weg zu einem Hof einer Hirtenfamilie. Zur selben Zeit möchte der irakische Soldat Salim eigentlich den Geburtstag seines Sohnes feiern. Doch sein Kommandant pfeift ihn zurück und macht sich mit ihm und einer kleinen Gruppe auf den Weg, um das amerikanische Soldatenteam abzufangen. Schnell eskaliert die Situation auf dem Grundstück der Hirten und es müssen schnell Entscheidungen getroffen werden, die manchen das Leben retten, anderen das Leben nehmen. Das chaotische Feuergefecht und die Explosionen lösen bereits nach wenigen Minuten ein Beben aus, welches den Boden unter beiden Parteien zum Einstürzen bringt. Alle fünf Protagonisten stürzen mehrere Meter in die Tiefe und finden sich in einem dunklen Höhlensystem wieder. Während jeder versucht, seine verletzten Teamkameraden zu finden und einen Fluchtweg aus dem verwinkelten Schluchten zu finden, müssen sie bald erkennen, dass etwas in der Dunkelheit lauert. Etwas, was keinem Menschen wohlgesonnen ist. Ob die Charaktere ihre Vorurteile und Differenzen hinter sich lassen können, um gemeinsam zurück ans Tageslicht zu gelangen, liegt dabei ganz in den Händen des Spielers.

Mehr Action, noch mehr Action, und die gleichen technischen Probleme

Im Gegensatz zu seinen Vorgängern hat der Spieler oder die Spielerin fünf ausgebildete Soldaten als führende Protagonisten an die Hand bekommen. Daher bietet dieser Teil auch deutlich mehr Action als seine Vorgänger, denn die Fünf sind bereit, für ihr Überleben zu kämpfen – koste es, was es wolle. Es bringt jedoch auch das Problem mit sich, dass idiotische Entscheidungen, die der Spielende nicht beeinflussen kann, doppelt weh tun. Man möchte doch meinen, dass ausgebildete Soldaten in der Lage sind, strategische Entscheidungen zu treffen und nicht nur wie in einem Actionfilm Sprüche zu klopfen. 

Die wirklich schweren Entscheidungen überlässt das Spiel jedoch selbstverständlich den Spielenden. Jemanden zurücklassen, um schneller zu sein und damit eventuell mehr Leben zu retten? Erst sein eigenes Leben retten, um dann anderen zu helfen? In House of Ashes hängen viel mehr virtuelle Leben an den Fäden, die der Spielende ziehen kann. Für den Erfolg, dass alle überleben, braucht es jedoch nur die fünf Protagonisten.

Neben mehr Action haben sich die Entwickler auch dazu entschieden, den übernatürlichen Gegner sehr schnell zu zeigen und diesen zu einem stetigen Angreifer zu machen. Dadurch verzichtet das Spiel auf Jumpscares und zieht seine Spannung mehr aus Schleich- und Kampfpassagen. Doch wie bereits seine Vorgänger offenbart erst das Ende das ganze Ausmaß der Geschichte. Dabei gibt es dieses Mal für wichtige Dokumente, die etwas zur vergangenen Handlung beitragen, kurze vertonte schwarzweiß Videos. 

Parallel zu der Horror-Abenteuer-Geschichte laufen die Dramen rund um die Charaktere. Kann Eric seine Frau zurückzugewinnen oder bleibt sie bei Nick? Kann Jason seine Vorurteile überwinden? Wird Salim rechtzeitig zum Geburtstag seines Sohnes zurück sein?

Doch es gibt leider auch Probleme, die die Dark Pictures Reihe schon immer begleitet haben: Soundaussetzer, Grafikfehler und allgemein ein technischer Schluckauf, der zwar dank Patches den Spielspaß nicht schmälert, aber dennoch nicht sein müsste. 

Fazit

Insgesamt kann das Spiel überzeugen und bietet dank schneller Laufanimationen und einem deutlich actionreiche Handlung für einen flüssigen Durchgang. Die Atmosphäre hat eine angenehme Mischung aus angespannt und kurz Durchatmen. Des Weiteren können übrigens das erste Mal in dieser Reihe Schwierigkeitsgrade ausgewählt werden. Wer also nach der ersten Partie bestimmte Enden oder Situation provozieren will, kann die Schwierigkeit herunterschrauben.

Titelbild von Suzy Hazelwood von Pexels 

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