Die besten Horror-Videospiele für einen regnerischen Abend

Kein Genre ist so vielfältig wie das Horror-Genre. Auch im Videospiel-Bereich gibt es daher eine großartige Auswahl an Geschichten, die einen das Fürchten lehren können. Daher möchten wir euch ein paar unserer liebsten Horror-Videospiele vorstellen. 

Silent Hill 2

Die Silent Hill Reihe ist ein Meisterwerk des psychologischen Horrors, aber insbesondere der zweite Teil gewinnt durch seine surrealen Gestalten an Atmosphäre. Trotz der mittlerweile in die Jahre gekommenen Grafik geht einem die Story noch immer bis unter die Haut. 

Im zweiten Teil der Reihe begeben wir uns als James Sunderland nach Silent Hill, um unsere Frau zu suchen. Doch mit dem aufziehenden Nebel wimmelt es in der Stadt plötzlich vor Monstern in der sonst so ruhigen Gegend. Insgesamt hat das Spiel sechs Enden zu bieten, wobei zwei wirklich sehr skurril sind. Wer sich also von der eher schlecht gealterten Grafik nicht abschrecken lässt und eine passende Konsole besitzt, sollte dem Spiel definitiv eine Chance geben.

Dark Pictures Reihe / Until Dawn

Sowohl die Dark Pictures Spiele als auch Until Dawn sind sogenannte interaktive Survival-Horror-Games. Spiele, in denen wir also in die Rolle von verschiedenen Protagonisten schlüpfen und anhand von Entscheidungen und Quick-Time-Events einen Einfluss auf das Überleben dieser nehmen. Über Man of Medan und Little Hope haben wir bereits ausführlicher berichtet. Daher gehen wir hier kurz auf Until Dawn ein:

Am 2. Februar 2014 treffen sich die zehn Freunde Sam (Hayden Panettiere), Josh (Rami Malek), seine Zwillingsschwestern Hannah und Beth (Ella Lentini), Mike (Brett Dalton), Jessica (Meaghan Martin), Emily (Nichole Bloom), Matt (Jordan Fisher), Ashley (Galadriel Stineman) und Chris (Noah Fleiss) in der Berghütte der Blackwood Pines auf Mount Washington zu ihrem alljährlichen Winterausflug. Durch die Folgen eines blöden Streichs stürmen die Zwillingsschwestern Hannah und Beth aus dem Haus und gelten seitdem als vermisst. Ein Jahr später treffen sich die Freunde erneut in der Blockhütte und erst wirkt alles trotz der Umstände recht harmonisch. Doch als sich die Gruppe trennt, kippt die Atmosphäre und ein Spiel um Leben und Tod beginnt.

Until Dawn macht alleine und mit Freunden tierischen Spaß. Zwar muss man hier sagen, dass einige Figuren bessere Überlebenschancen haben als andere, weil das Spiel diesen einfach höhere Chancen oder ein Bonus einräumt, aber die verschiedenen Möglichkeiten verleiten einem tatsächlich zu mehrmaligem Durchspielen.

Song of Horror

Song of Horror ist ein Adventure-Game mit fester Kamera, kniffligen Rätseln und fiesen Monstern. Also eigentlich ein klassisches Horrorspiel. Doch die Besonderheit sind die 13 Charaktere, die alle dauerhaft das Zeitliche segnen können. 

Die Geschichte von Song of Horror beginnt mit Daniel, der das Haus eines Autors aufsucht, um ein verspätetes Manuskript abzuholen. Doch als er das abgelegene Haus erreicht, steht die Tür offen und kein Mensch ist zu sehen. Nur eine unheimliche Melodie zeugt davon, dass er nicht alleine ist. Hätte er geahnt, was ihn erwartet, wenn er der Musik folgt, hätte er das Gebäude niemals betreten. Zwei Wochen später versuchen Daniels Freund und Chef Etienne sowie Daniels Ex-Frau Sophie sein Verschwinden zu ergründen.

Unterteilt ist das Spiel in fünf Episoden und eben jene 13 Charaktere mit je einem speziellen Gegenstand. Jeder der Charaktere hat nur ein Leben. Stirbt er während der Reise, bleibt er tot. Pro Episode sind jedoch nur maximal vier Charaktere auswählbar. Sterben alle vier, gilt eine Episode als gescheitert und wir müssen diese von vorne beginnen. In jeder Episode kommt ein neuer Gegner hinzu. Manchmal dürfen wir keine Geräusche von uns geben, manchmal nicht hinsehen und manchmal müssen wir die Angst unseres Charakters unter Kontrolle bekommen. Wer in diesem Spiel zu schnell eine Tür aufreißt, unüberlegt in die Finsternis greift oder einfach nicht genau hinhört, wird schnell das Zeitliche segnen.

Obwohl Song of Horror eigentlich für Einzelspieler gedacht ist, kann es durch den altbewährten Controllerwechsel für die verschiedenen Charaktere wunderbar zu zweit durchgespielt werden. Leider hat die Konsolenversion zum aktuellen Stand noch ein paar fiese Bugs, die auftreten können, sobald ein Charakter stirbt.

Alien Isolation

Ein Survival-Horrorspiel, bei dem einen das Alien aus den Filmen im Nacken sitzt und nicht nur an festen Punkten der Geschichte auftaucht, sondern ein stetiger Begleiter ist, der einem aus dem Nichts packen könnte.

15 Jahre nach den Ereignissen des ersten Alien-Films begibt sich Amanda Ripley, die Tochter von Ellen Ripley, zusammen mit einer Crew auf den Weg, um ihre Mutter zu finden. Durch eine Verkettung von Ereignissen findet sich Amanda jedoch wenige Wochen später alleine auf der Station Sevastopol wieder. Diese ist in einem schrecklichen Zustand und schon bald muss Amanda erkennen, dass sie nicht ganz so alleine ist, wie es zu Beginn noch glaubte.

Mit dem Alien hat das Spiel einen übermächtigen Gegner, der den Spielenden dazu zwingt, zu flüchten und sich zu verstecken. Einen offenen Kampf zu gewinnen ist schier unmöglich und macht dieses Spiel wirklich zu einer nervenaufreibenden Angelegenheit.

The Forest

Ein Survival-Game in Egoperspektive, welches einen auf eine “einsame” Insel wirft. Ziel ist es, den eigenen Sohn zu finden und währenddessen eben Hunger, Kälte und auch den einheimischen Gefahren nicht anheimzufallen. Zudem bietet es seit einigen Jahren auch eine wundervolle Koop-Option. Leider vergisst man manchmal, dass man eigentlich das eigene Kind retten wollte. 

Nach einem Flugzeugabsturz wird bei The Forest das eigene Kind von einem Fremden entführt, während man selbst kurz darauf das Bewusstsein verliert. Kaum wieder aufgewacht, gehts auch schon los. Medikamente, Schokoriegel, Trinken und eine Axt nimmt man sich aus dem Flugzeug mit und beginnt die Insel zu erkunden. Dabei stürzt das Flugzeug bei jedem Spiel an einer anderen Stelle ab. Während am ersten Tag die Ressourcen aus dem Flugzeug noch genügen, muss man sich bald Nahrung und Wasser beschaffen, Jagdwaffen bauen und einen Unterschlupf für die Nacht gestalten. Denn insbesondere die Nacht wird bald zu einer tödlichen Gefahr. Erst nur stille Beobachter, nähern sich die Einheimischen der Insel dem Spielenden und versuchen diesen genau wie die restlichen Passagiere des Flugzeugs zu töten. Doch auch die Tiere können einem gefährlich werden. Im Meer lauern Haie, in Seen Krokodile und auch mit einem Wildschwein ist nicht zu spaßen. Auf der Suche nach wertvollen Gegenständen muss man früher oder später auch in die verwinkelten Höhlen der Insel hinabsteigen und da lauern noch ganz andere Gefahren. 

The Forest fängt die nächtlichen Geräusche in einem Wald wunderbar ein und jeder unbedachte Schritt kann einen töten. Doch der wahre Reiz liegt hier im Multiplayer und so kann auch das Aufbauen eines Lagers zu einer motivierenden Angelegenheit werden.

The Blackout Club

Eine Gruppe von Teenagern ergründet das düstere Geheimnis ihres Wohnortes. Nachts werden die Erwachsenen von etwas Übernatürlichem geleitet, doch was hat es vor und können die Kinder es aufhalten?

Bei The Blackout Club handelt es sich um ein Koop-Spiel in der Egoperspektive. Mit insgesamt vier Spielern kann man in kleineren Missionen das Geheimnis der Gegend ergründen. Dabei kann jeder Spieler seinen Charakter sowohl optisch anpassen, als auch auf Fähigkeiten skillen, die neue Spielmöglichkeiten eröffnen. Gegner mit einem Prankcall ablenken, mit einer Drohne die Gegend erkunden, schneller Klettern oder mit schierer Stärke sich einen Vorteil verschaffen sind nur einige der möglichen Optionen. Außerdem kann jeder Spielende vor Missionsbeginn sich für einen von drei Gegenständen entscheiden: Elektroschocker, Kletterhaken oder Armbrust. Während der Mission geht es allerdings vorrangig darum, nicht von den Gegnern entdeckt zu werden. Dabei gibt es welche, die sehen, und welche, die nur hören können. Wird es brenzlig, kann man Gegner durchaus mit den richtigen Gegenständen ausschalten. Aber begehen die Teenager zu viele Sünden, erwecken sie die Gestalt. Nur sichtbar, wenn man die Augen schließt, ist diese unaufhaltsam. Jetzt gilt es keine Zeit zu verlieren.

The Blackout Club erzeugt trotz Gruppe ein bedrückendes Gefühl, welches sich, je länger ein Level dauert, immer mehr ausbreitet. Besonders spannend ist die Funktion, dass das Spiel das Mikrofon erkennen kann und dann die Atmung überträgt, sofern man das möchte.

Freitag der 13, Last Year und Dead by Daylight

Auch ein asymmetrischer Multiplayer soll an dieser Stelle nicht fehlen. Da wir uns nicht entscheiden konnten, haben wir gleich drei für euch, die je nach persönlichen Vorlieben besser passen. Während Freitag der 13 und Dead by Daylight eher für Liebhaber der entsprechenden Filme reizvoll sind, zeichnet sich Last Year durch individuelle Überlebende aus, die einen sinnvollen Beitrag zur Gruppe leisten können (oder auch nicht). 

In einem asymmetrischen Multiplayer tritt ein Spieler als Killer gegen eine Gruppe von Überlebenden an. Um zu entkommen, müssen die Überlebenden meist bestimmte Dinge erfüllen, zum Beispiel bei Freitag der 13. ein Auto reparieren und damit flüchten, bevor sie eben vom Killer erwischt werden. Dabei hat der Einzelspieler deutlich stärkere Fähigkeiten als die einzelnen Spieler der Gruppe, deren wichtigster Vorteil die anfängliche Überzahl ist. So können sie zeitgleich an verschiedenen Orten die gemeinsamen Ziele angehen, während der Killer immer nur an einem Ort gleichzeitig sein kann. 

Ob alleine oder in der Gruppe für den kurzen Gruselspaß sind die asymmetrischen Spiele super. Sofern natürlich Spieler gefunden werden.

Titelbild von cottonbro von Pexels

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