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Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast (Rezension)

Seit dem 15. Oktober 2021 kann man die Serie Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast bei Prime Video schauen. Die Serie orientiert sich, wie der Name bereits vermuten lässt, am gleichnamigen Film aus dem Jahr 1997 und an dem Roman von Lois Duncan. Doch kann die neue Interpretation in Serienformat überzeugen?

Hinweis: Aktuell sind die ersten 6 Folgen der Serie auf Prime einsehbar. Insgesamt wird die Serie in der ersten Staffel 8 Episoden umfassen. 

Worum geht es in Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast?

Alison (Madison Iseman) kommt nach einem Jahr am College zurück in ihre Heimatstadt. Nur kurz nach ihrer Ankunft findet sie in ihrem Zimmer im Kleiderschrank einen abgehackten Tierkopf mit der Botschaft “Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast.” Sofort kontaktiert sie ihre alten Schulfreunde. Denn vor einem Jahr vertuschten sie gemeinsam einen Autounfall, bei dem Alisons Zwillingsschwester Lennon starb. Ihre Freunde gehen jedoch davon aus, dass an diesem Abend Alison und nicht Lennon dem Unfall zum Opfer fiel. Die eigentlich schüchterne Alison muss sich daher immer wieder verstellen, um ihr Geheimnis zu wahren. Denn sie ist sich ziemlich sicher, dass Riley (Ashley Moore), Margot (Brianna Tju), Dylan (Ezekiel Goodman) und Johnny (Sebastian Amoruso) sie nur decken, weil sie sie für Lennon halten.

Während anfänglich nur unheimliche Botschaften davon zeugen, dass jemand sie in der verhängnisvollen Nacht beobachtet hat, gibt es bald die ersten Todesopfer. Doch es trifft nicht nur die Jugendlichen, auch andere Personen, die dem Killer wohl ein Dorn im Auge sind, werden gnadenlos aus dem Weg geräumt. 

Wer ist der Mörder in Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast?

Obwohl die Serie die Grundelemente der Filme beibehalten hat, geht sie ganz klar ihren eigenen Weg. Die Dramen um die einzelnen Personen haben durch das Serienformat viel mehr Platz, um sich zu entfalten, wodurch sich bei jedem Charakter im Laufe der Handlung dunkle Abgründe auftun. Schauspielerisch glänzt dabei insbesondere Madison Iseman, die beide Zwillingsschwestern in einem überzeugenden Konkurrenzkampf darstellt, der bis über den Tod hinausgeht. Auch der unterschiedliche Umgang mit der Schuld wird unter den Charakteren immer wieder thematisiert, wobei die Frage bleibt, wie würden sich die Charaktere verhalten, wenn sie wüssten, welche der Schwestern wirklich tot ist.

Nur die wenigsten Tötungsszenen wurden bis jetzt gezeigt, wodurch die Slasher-Elemente eher in den Hintergrund treten. Jedoch lässt sich dadurch nur schwer erahnen, wer eigentlich der Mörder oder die Mörderin ist. Geht es wirklich um den Unfall oder steckt vielleicht etwas ganz anderes dahinter?

Im Gegensatz zum Film hat aber insbesondere der Unfall nochmal einen ganz anderen Beigeschmack. Hat die Teenager-Gruppe im Film damals noch einen Fremden angefahren und dessen mutmaßliche Leiche ins Meer geworfen, handelt es sich dieses Mal um eine Person, die sie seit ihrer Kindheit an kennen. Die geführten Gespräche während der Leichenentsorgung tragen allerdings dazu dabei, dass das Mitleid mit den Charakteren im weiteren Verlauf der Handlung eher gering ausfällt. Allgemein braucht es einige Nerven, der Teenager-Gruppe bei ihren Gesprächen zuzuhören, wobei zumindest hin und wieder ein zum Schmunzeln anregender Satz fällt. 

Fazit

Hat man die ersten Minuten der Serie überstanden, lockt das Rätselspiel um den mysteriösen Mitwisser. Dabei kann man auch das eine oder andere Logikloch beiseiteschieben, in der Hoffnung, dass die Serie dieses später selbst bereinigt. Wem der Film gefallen hat, der kann auch mit der Serie Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast, eine passable Unterhaltung finden. Wer lieber warten möchte, bis die ganze Serie auf Prime Video erschienen ist, der muss sich jedoch noch bis zum 12. November 2021 gedulden.

Serientitel: Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast
Regisseure: Sara Goodman
Erscheinungsjahr: 2021
FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
Spieldauer: 8 Folgen pro Staffel

Titelbild von Daniel Battersby von Pexels

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