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5 Horrorfilme aus Großbritannien, die man gesehen haben sollte

Horrorfilme aus Großbritannien haben eine lange Tradition und sind für ihren düsteren und unheimlichen Charme bekannt. Obwohl die meisten Menschen sofort an berühmte Hollywood-Produktionen denken, haben britische Horrorfilme ihren ganz eigenen Stil und bieten oft eine einzigartige Atmosphäre. Viele dieser Filme haben auch einen kulturellen Hintergrund, der sich in ihrer Handlung und Ästhetik widerspiegelt. Von klassischen Geistergeschichten bis hin zu modernen Interpretationen des Genres gibt es eine Vielzahl an britischen Horrorfilmen, die das Publikum in Angst und Schrecken versetzen können. Dementsprechend stellen wir euch hier fünf britische Horrorfilme vor, die es wert sind, gesehen zu werden.

The Curse of Frankenstein (1957)

In Baron Frankensteins Schlosslabor passieren unheimliche Dinge. Der Baron ist besessen von der Idee, tote Körper wieder zum Leben zu erwecken und beginnt damit, Leichenteile zu sammeln. Doch statt eines intelligenten menschlichen Wesens erschafft er ein unberechenbares Monster. Sein Assistent Paul versucht vergeblich, ihn von diesem Vorhaben abzubringen und verlässt schließlich schockiert das Schloss. Als er später zurückkehrt, ist es zu spät – das Verhängnis hat bereits seinen Lauf genommen und Frankensteins Monster ist ausgebrochen.

The Curse of Frankenstein war in den 60er ein bahnbrechender Film, der die Produktion von klassischen Horrorfilmen in Großbritannien erst so richtig in Schwung brachte. Als erster Farbfilm der Hammer Horror Studios war er stilprägend für viele spätere Produktionen und hatte großen Einfluss auf das sich neu entfaltende Genre. Der Film ist insbesondere für seine atmosphärische Inszenierung und beeindruckenden Schauwerte bekannt, die dem damaligen Publikum ein unvergessliches Kinoerlebnis bescherten.

Insgesamt ist The Curse of Frankenstein ein Klassiker des britischen Horrorfilms, der sowohl den Markt als auch die Karriere von Christopher Lee geprägt hat. Wer sich für das Genre interessiert oder einfach nur auf der Suche nach einem spannenden und durchaus noch immer visuell hervorstehenden Film ist, sollte sich diesen Meilenstein des Horrorkinos auf jeden Fall ansehen.

The Wicker Man (1973)

Ein mysteriöser Brief über das Verschwinden eines jungen Mädchens führt den frommen Polizisten Howie (Edward Woodward) zur Hebrideninsel Summerisle vor der schottischen Küste. Doch als er auf der Insel ankommt, wird ihm schnell klar, dass die misstrauischen Einheimischen einer primitiv-heidnischen Bewegung folgen. Angeführt wird sie von Lord Summerisle (Christopher Lee), einem Nachfahren eines viktorianischen Pflanzenbauwissenschaftlers, der an die keltischen Fruchtbarkeitsgötter glaubt und dafür ein Menschenopfer benötigt. Das bevorstehende Maifest soll dem Wicker Man als Opfergabe dienen – und was wäre da nicht passender, als den unerwünschten Besucher auf diese archaische Weise loszuwerden?

Der Horrorfilm The Wicker Man des Regisseurs Robin Hardy ist bekannt für seine einzigartige Mischung aus Folklore, Mystery und Kult. Der Film hat eine treue Anhängerschaft und wird zumindest unter seinen Fans als einer der besten Horrorfilme aller Zeiten angesehen. Seine Atmosphäre, surrealen Elemente und musikalische Untermalung sind bemerkenswerte Aspekte, die seine Einzigartigkeit unterstreichen. Jedoch kann der Film aufgrund seiner Absurditäten und seiner unkonventionellen Art nicht jedem Geschmack entsprechen. Trotzdem ist er ein kultiger Film, der das Horror-Genre auf eine ungewöhnliche Weise interpretiert und bis heute viele Zuschauer fasziniert.

28 Days Later (2002)

In London wird durch einen militanten Tierschutzakt ein Virus freigesetzt, der sich rasend schnell verbreitet und friedliche Menschen innerhalb von Sekunden in mörderische Bestien verwandelt. Diese Aktion führt zu einer Katastrophe, die 28 Tage später vier Überlebende dazu zwingt, sich auf den Weg nach Manchester zu machen. Dort soll eine kleine Einheit der Armee angeblich die Kontrolle über die Situation haben. Doch die Reise durch das verwüstete Großbritannien ist äußerst gefährlich. Als sie endlich auf der Militärbasis ankommen, müssen Jim (Cillian Murphy), Selina (Naomie Harris), Hannah (Megan Burns) und Frank (Brendan Gleeson) feststellen, dass ihnen das Schlimmste tatsächlich noch bevorsteht.

28 Days Later von Regisseur Danny Boyle gilt als Meisterwerk des modernen Zombie-Genres und hat die festgefahrene Vorstellung von langsamen und schwerfälligen Zombies revolutioniert. Der Film beeindruckt durch seine eindrucksvolle Inszenierung, seine düstere Atmosphäre und seine brillanten schauspielerischen Leistungen. Allerdings gibt es einige Kritiker, die den Film als zu vorhersehbar und actionlastig kritisieren. Trotzdem ist 28 Days Later ein Film, den man gesehen haben muss. Er ist spannend, blutig und düster, zumal er das Horror-Genre in eine neue Richtung geführt hat. Der Film beweist zudem, dass Danny Boyle nicht nur ein Meister der Dramen ist, sondern auch ein Händchen für Horrors hat.

Shaun of the Dead (2004)

Shaun (Simon Pegg) vernachlässigt seine Freundin Liz (Kate Ashfield) und verbringt lieber Zeit mit seinem Kumpel Ed (Nick Frost) im örtlichen Pub. Tag für Tag ohne Veränderung oder Abwechslung scheint Shaun das Leben außerhalb seiner Routine zu entgehen. Als eine Zombie-Apokalypse ausbricht, verschläft er beinahe das gesamte Chaos. Doch als seine Lieblingskneipe von Zombies überrannt wird, erkennt auch Shaun endlich, dass er handeln muss. Er kämpft nicht nur darum, Liz zurückzugewinnen, sondern muss auch seine eigene Mutter aus den Fängen der Untoten befreien.

Shaun of the Dead hat das Genre der Horrorkomödien revolutioniert und dabei gezeigt, dass Horrorfilme nicht nur gruselig, sondern mitunter auch komisch sein können. Der Film zeichnet sich durch seine originelle Mischung aus Horror und Komödie aus und bietet eine Hommage an das Zombie-Genre. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und die Schauspieler liefern großartige Leistungen ab.

Allerdings gibt es auch einige Kritikpunkte: Der Film kann an manchen Stellen vorhersehbar sein und die Horrorelemente sind nicht so intensiv ausgestaltet wie in anderen Horrorfilmen ohne komödiantische Beinote. Dennoch sollte Shaun of the Dead auf der Liste jedes Horror-Fans und derer stehen, die eine unterhaltsame und originelle Komödie nicht meiden möchten. Der Film hat den Geist des britischen Horrors wiederbelebt und (genau wie 28 Days Later) eine neue Herangehensweise an das seiner Zeit doch recht stagnierende Zombie-Genre gefunden. Mit seiner intelligenten Mischung aus Komödie und Horror hinterlässt er dank großartiger Schauspielleistungen einen bleibenden Eindruck.

A Dark Song (2016)

Die streng katholische Sophia Howard (Catherine Walker) verlor vor drei Jahren ihren Sohn durch die Hand von Jugendlichen, die ihrerseits schwarze Magie praktizierten, und hat diesen Verlust noch immer nicht vollends verarbeiten können. Um sich nun endgültig von ihrer Trauer zu befreien, mietet sie ein Haus in den nördlichen Highlands von Wales an und engagiert den Okkultisten Joseph Solomon (Steve Oram), um ihr bei der Vorbereitung von Ritualen zu helfen, die ihre Seele zu reinigen und ihre Rachepläne umsetzen sollen. Abgeschirmt von der Außenwelt soll eine Anrufung die Fesseln unsichtbarer Reiche lösen. Unvermeidlicherweise passieren ungewöhnliche Dinge, doch sind Sophias Absichten wirklich nobel oder steckt mehr hinter ihrer Suche nach Erlösung? Kann ein überirdisches, düsteres Lied sie zur Wahrheit führen?

A Dark Song ist ein bemerkenswerter Horrorfilm, der das Genre durch seine unheimliche Atmosphäre und seine starken schauspielerischen Leistungen bereichert. Regisseur Liam Gavin schafft es, die Zuschauer in seinen Bann zu ziehen und eine tiefgründige emotionale Reise zu präsentieren. Der Film erzeugt eine düstere und unheilvolle Stimmung, die bis zum Ende anhält. Die visuelle Gestaltung und der Soundtrack des Films tragen zur verstärkten Wirkung bei und heben den Film auf ein neues Niveau des Horrorgenres. A Dark Song ist ein echtes Juwel im Horrormilieu und ein Muss für jeden Fan des Genres.

Das Beitragsbild stammt von der Seite Pixabay

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