5 Horrorfilme aus Spanien, die man gesehen haben sollte

Spanische Filmemacher widmen sich jüngst vermehrt dem Horrorgenre, doch bereits Ende der sechziger Jahre wurden so manche Low-Budget-Horrorfilme in Spanien produziert. Insbesondere die alten Filme kamen damals beim ausländischen Publikum tatsächlich besser an als in Spanien selbst. Doch auch die heutigen Produktionen sind eine der beliebtesten Vorbesteller-Filme bei Amazon. Wir haben daher fünf spanische Horrorfilme für euch ausgesucht, die man unbedingt gesehen haben sollte, wenn man mit dem spanischen Horrorgenre startet. 

Los Otros (2001)

Grace Stewart (Nicole Kidman) lebt mit ihren Kindern Anne (Alakina Mann) und Nicholas (James Bentley) allein in einem großen Herrenhaus. Ihre Kinder leiden an extremer Lichtüberempfindlichkeit. Das komplette Haus ist daher abgedunkelt. Eines Tages stehen drei Diener vor der Tür. Anfangs als willkommene Hilfe empfangen, ändert sich Grace Meinung, als sich unheimliche Vorkommnisse mehren.

Los Otros, besser bekannt als The Others ist ein ruhiger Schauerfilm. Bereits 2020 haben wir den Film empfohlen, und zwar als Film, den durchaus auch ein jüngeres Publikum (ab 12 Jahren) schon sehen kann. Der Film spielt insbesondere mit der Atmosphäre der Einsamkeit und verzichtet weitestgehend auf Horrorfilm-Klischees.

El dia de la bestia (1995)

Priester Angel Berriartua (Álex Angulo) hat es endlich geschafft, die Offenbarung des Johannes zu entschlüsseln. Jedoch hat er jetzt nur noch eine Nacht lang Zeit, sich dem Jüngsten Gericht zu stellen. Da ihm keine bessere Idee kommt, versucht er, sich mit den Mächten der Finsternis zu verbünden.

El dia de la bestia glänzt trotz stark überzeichneter Charaktere mit einem gewissen Charme, der die schwarze Komödie zu einem unterhaltsamen Werk macht. Wer Lust auf einen schräge, leicht trashige Theologiesatire hat, ist bei diesem spanischen Film genau richtig.

Tesis (1996)

Auf der Suche nach weiteren Informationen für ihre Examensarbeit, die sich mit Gewaltdarstellungen in Film- und TV-Produktionen auseinandersetzt, gerät die Filmstudentin Angela (Ana Torrent) selbst in das Fadenkreuz eines Serienkillers. Sie soll ein Opfer in seinem nächsten Snuff Film werden.

In Deutschland bekannt unter dem Titel Faszination des Grauens gehört der Psychothriller von Alejandro Amenábar zu den atmosphärischen Klassikern. Heutzutage hat man das alles schon gesehen, aber im Spiegel seiner Zeit gilt der Film als twistreich. Heute trägt insbesondere die schauspielerische Leistung und das Handwerk zur Unterhaltung bei. 

Timecrimes – Mord ist nur eine Frage der Zeit (2011)

Per Fernglas entdeckt Hector (Karra Elejalde) eine Frau im Gebüsch, die vor seinen Augen zu strippen anfängt. Als er zu ihr geht, liegt sie bewusstlos am Boden. Plötzlich gerät er in einen Hinterhalt und wird von einem vermummten Mann angegriffen, der kein Erbarmen kennt.

Ein Scifi-Thriller mit wenig Budget und einigen Logiklöchern, der jedoch mit einigen netten Ideen aufwarten kann. Wer über das fehlende Fingerspitzengefühl für gekonnte Dramaturgie und Charakterentwicklung hinwegsehen kann, bekommt mit Timecrime eine nette Unterhaltung für zwischendurch.

Retornados (2014)

Die Zombie-Apokalypse konnte aufgehalten werden. Solange ehemalige Zombies ihre Medizin nehmen, sind sie ganz normale Menschen. Auch Alex (Kris Holden-Ried) gehört zu den ehemaligen Zombies. Als jedoch vom Militär die Anweisung kommt, dass alle ehemaligen Infizierten in eine medizinische Quarantäne sollen, flieht er mit seiner Frau Kate (Emily Hampshire) vor den Lebenden.

Retornados oder im deutschen The Returned – Weder Zombies noch Menschen ist ein Zombiefilm, der dem Genre neues Leben einhaucht. Mit vielen Dramen und ohne Zombieabgeballer schafft es der spanische Film dennoch Grauen zu erzeugen, der weitaus tiefer geht als pures Gemetzel.

Das waren unsere fünf spanischen Horrorfilme, die man gesehen haben sollte. Dennoch möchten wir an dieser Stelle noch einen ganz besonderen Film für Lovecraft-Fans empfehlen: Dagon. Eine ausführliche Rezension findet ihr hier.

Titelbild von Daniel Battersby von Pexels

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